Der Google Assistant ist der persönliche Sprachassistent von Google. Man findet ihn sowohl auf Android, Google Home, iOS und auch auf den Messenger Google Allo. Google Assistant ist schon der zweite Sprachassistent von Google, er tritt damit die Nachfolge von Google Now an.

Vorgestellt wurde der Google Assistant das erste Mal im Mai 2016 während der Entwicklerkonferenz Google I/O. Bis der Google Assistant dann Google Now in Deutschland ablöste dauerte es ein bisschen. Im Sommer 2017 war es schließlich soweit und der Google Assistant war auch in deutscher Sprache erhältlich.

Spracherkennung

Google arbeitet, wie jedes andere Unternehmen mit einem Sprachassistenten, permanent an der Verbesserung der Spracherkennung. Im Rahmen seiner Google I/O Keynote zeigte CEO Sundar Pichai am 17.5.2017 dabei, wie die Fehlerrate bei der englischen Sprache innerhalb nicht mal eines Jahres fast halbiert werden konnte1.

Spracherkennung: Senkung der Fehlerrate im Google Assistant

Für die Spracherkennung setzt Google vor allem auf Deep Learning. So ermöglicht beispielsweise auch Deep Learning eine Stimmerkennung, sodass der Sprachassistent erkennt, welche Person gerade spricht.

Actions on Google

Am 24.10.2017 erweiterte Google seinen Sprachassistenten um sogenannte Actions. Diese Actions sind vergleichbar mit den Skills für Amazons Alexa und sind Apps für den Sprachassistenten. Für den Markstart hatte Google acht Partner mit im Boot, darunter der Online-Shop Zalando, mit dem man sich schnell Geschenktipps von Googles Assistant unterbreiten kann. Weitere Partner waren TV Spielfilm (Fernsehprogramm), Wetter Online (Wetter), Rock Antenne (Quiz) und Comdirekt (Börsenkurse).

Google Lens erweitert den Assistant

Neben der Spracheingabe, kann der Google Assistant dankt der Bilderkennung „Lens“ auch um eine optische Eingabe erweitert werden. Damit ist auch eine Konversation mit dem aktuell Gesehenen möglich. Während der Google I/O Keynote im Mai 2017 zeigte Scott Huffman (Vice President Engineering, Assistant), wie das beispielsweise funktioniert:

Etwas später veröffentlichte auch Ibrahim Badr, Product Manager des Google Assistant, mehr über die Verzahnung des Google Assistant mit Google Lens im Google Blog.

Auch für iOS verfügbar

Wie schon weiter oben erwähnt, ist Google Assistant auch für Apples mobiles Betriebssystem iOS verfügbar und tritt damit in direkte Konkurrenz für Siri auf iPhone, iPad und Co. Damit der Google Assistant aber überhaupt auf dem Apple-Gerät landet, muss man sich erst einmal die entsprechende eigene App herunterladen. Die ist natürlich kostenlos und seit dem 25.08.2017 auch auf Deutsch verfügbar. Google Assistant für iOS läuft ab iOS 9.1 oder höher und der Download verschlingt 140 MByte.

Im Vergleich zu Siri hat der Google Assistant auf den Apple-Geräten aber das Nachsehen. Während man nämlich Siri auf Zuruf oder Knopfdruck aktivieren kann, geht das beim Google Assistant nicht. Hier muss immer erst einmal das Gerät entsperrt und die App erst einmal gestartet werden.

Drittanbieter

Für eine größere Akzeptanz hat Google seit Dezember 2016 Drittanbietern erlaubt, über die Plattform API.ai ihre Produkte oder Dienste in den Google Assistant zu integrieren.

Verbreitung

Am 5. Januar 2018 verkündete Google in einem Blog-Beitrag, dass der Assistant inzwischen auf über 400 Millionen Geräte verfügbar ist. Darunter Google Home, Android Smartphone, iPones, Tablets, TVs, Uhren und viele mehr. Zu diesem Zeitpunkt war der Google Assistant in acht Sprachen erhältlich.

Quellen und Verweise

  • 1 https://youtu.be/Y2VF8tmLFHw?t=9m2s