Alexa ist der Sprachassistent von Amazon. Zuhause ist Alexa auf dem von Amazon selbstentwickelten Audio-Gerät Echo, das in den USA am 23. Juni 2015 und in Deutschland am 26. Oktober 2016 erschien. Aktiviert kann Alexa auf dem Echo wahlweise mit den Worten Alexa, Echo, Amazon oder Computer bzw. durch das Drücken der Aktionstaste auf der Oberseite des Geräts.

Fakt: Amazons Sprachassistent hat seit seiner Einführung im Jahr 2014 dafür gesorgt, dass der Name Alexa deutlich an seine Popularität eingebüßt hat. Der >Soziologe Philipp Cohen hat herausgefunden, dass sich seitdem die Popularität des Namens Alexa bei Eltern halbiert hat. Untersucht hat er dabei Daten aus der US-Sozialversicherung, die Aufschluss darüber geben, welche Namen in den vergangenen Jahren vergeben wurden. So sollen 2015 noch 6.050 Babys in den Vereinigten Staaten den Namen Alexa bekommen haben, zwei Jahre später waren es nur noch 3.883.

Als Vorbild für Alexa diente übrigens der Boardcomputer des Raumschiffs Enterprise. Insgesamt investierte Amazon in die Entwicklung der eigenen Sprachsteuerung rund 100 Millionen US-Dollar. Das Aktivierungswort und damit auch der Name Alexa hingegen ist eine Hommage an die Bibliothek von Alexandria1.

Alexa Skills

Alexa bietet von Haus aus schon einiges an Funktionalität. So kann sie Musik abspielen, das Wetter sagen, Witze machen, den Wecker/Timer stellen und auch kurze Dialoge führen. Mit Skills von Drittanbietern kann man darüber hinaus diesen Funktionsumfang deutlich erweitern. Skills sind dabei nichts anderes als Programme oder Apps, die zusätzliche Funktionalität anbieten. Wichtig ist dabei: Skills verbrauchen im Gegensatz zu Programmen oder Apps keinen Speicherplatz. Sie sind in der Cloud vorhanden und müssen lediglich aktiviert/deaktiviert werden. Mit solchen Skills kann man beispielsweise sein Smart Home steuern oder auch Bankgeschäfte durchführen.

Eine Übersicht über alle Alexa Skills und was diese können erhält man hier.

Amazon entlohnt Skill-Entwickler

Da gerade am Anfang des Alexa-Launchs die Anzahl der Skills noch Überblickbar sind, hat sich Amazon dazu entschlossen für die Entwicklung von Alexa-Skills zu bezahlen. Auf einer eigens dafür eingerichtete FAQ-Seite informiert interessierte Entwickler, wie sie mit Alexa-Skills Geld verdienen können. Vergütet werden sollen dabei vor allem die Skills, die auch besonders aktiv genutzt werden. Konkret wird der Entwickler also erst entlohnt, wenn er den Skill schon entwickelt und dieser auch angenommen wird. Ist dies der Fall, bekommt man eine Informationsmail vom Alexa-Team. Über die Höhe für die Entlohnung hüllt sich Amazon bislang im Schweigen.

Kostenpflichtige Skill-Abos

War von Anfang an noch nicht ganz klar, wie Skill-Entwickler mit ihren Apps auch Geld verdienen können, schuf Amazon Ende Oktober 2017 Klarheit. Zumindestens als ein erstes Herantasten an Monetarisierungsmodelle konnte man Amazons Schritt deuten, dass Sony Pictures Television in den USA als erstes Unternehmen ein Skill-Abo für den Skill Jeopardy anbieten durfte. Für 1,99 US-Dollar pro Monat kann man sich als Nutzer ein kostenpflichtiges Abo mit mehr Lösungshinweisen erkaufen. Allerdings bestätigte Amazon auf Nachfrage, „dass man am finalen Finanzierungsmodell noch arbeite.“

Alexa kann Stimmen unterscheiden

Zum Markstart von Amazons Echo konnte Alexa noch keine Stimmen unterscheiden. Damit lag sie im Vergleich zu anderen Sprachassistenten, wie beispielweise Googles Assistant zurück, die schon relativ früh unterschiedliche Stimmen erkennen konnten. So hatte dieses Feature der Google Assistant bereits seit April 2017, wodurch gerade Geräte mit diesem Sprachassistent für Mehrpersonenhaushalte interessant wurden. Amazon musste also nachziehen und machte dies am 11.10.2017. Seit Anfang Oktober kann also auch Alexa verschiedene Personen auseinanderhalten und damit individuell Einkaufslisten, Playlists usw. nach Wunsch ausgeben. Es können bis zu sechs verschiedene Stimmen erkannt werden.

Damit Alexa die verschiedenen Stimmen zuordnen kann, muss für jede Person kurz ein Profil angelegt werden. Dafür müssen alle Personen, die Alexa nutzen wollen, zehn Sätze laut vorlesen. Damit lernt die digitale Assistentin, wie sie die verschiedenen Stimmen besser auseinander halten kann. Mehr dazu auch im folgenden englischen Alexa Help Video

Alexa spricht mit anderen Sprachassistenten

Am 30. August 2017 kündigte Amazon an, dass Alexa zukünftig auch mit Microsofts Sprachassistenten Cortana sprechen kann und Cortana mit Alexa.2 Das geplaudere zwischen den beiden Sprachassistenten soll Ende des Jahres beginnen. Dies stellte die erste Interaktionsform zwischen Sprachassistenten der großen Technologiefirmen dar. So kann man beispielsweise einem Echo-Gerät sagen: „Alexa, öffne Cortana“ und somit Zugriff auf die einzigartigen Features von Cortana haben.

Microsoft CE, Satya Nadella sagte dazu:

“Ensuring Cortana is available for our customers everywhere and across any device is a key priority for us […] Bringing Cortana’s knowledge, Office 365 integration, commitments, and reminders to Alexa is a great step toward that goal.”

Dass Alexa, bzw. allgemein Sprachassistenten, immer wieder anfällig für fremde Kommunikation ist, liest man immer wieder in zahlreichen (Online-)Presseberichten. So verhielten sich beispielsweise zur amerikanischen TV-Premiere der 21. "South Park"-Staffel zahlreiche Echo-Geräte nicht so, wie das der eigentliche Besitzer wollte, sondern so wie es die Cartoon-Figur Cartman in der Serie seiner virtuellen Assistentin befahl.

Alexa auch im Auto

Über das Smartphone, wie beispielsweise mit der smarten Handy-Halterung ZeroTouch, konnte man schon relativ früh Alexa auch im eigenen Auto nutzen. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis wann Alexa fest ins Automobil verankert wird. So kündigte Seat als erster europäischer Hersteller auf der IAA 2017 in Frankfurt an, noch im selben Jahr die Alexa Voice Services (AVS) ins Fahrzeug zu holen. Es handelt sich bei der Integration nicht etwa nur um einen weiteren herkömmlichen Skill. Vielmehr bedeutet dieser Schritt, dass man den Sprachassistenten im Autogenau so nutzen kann, als würde man einen heimischen Amazon Echo nutzen. Es lassen sich Songs abspielen, Routen abfragen (das boardeigene Navigationssystem übernimmt dann) oder auch verknüpfte Smart Home Geräte steuern. So kann man beispielsweise noch im Auto, schon kurz vor der Ankunft erst einmal die Heizung aufdrehen und beispielsweise das Licht einschalten.

Implementiert werden sollen die Alexa Voice Services erst einmal in den Modellen Ateca und Leon. Im Jahr 2018 sollen dann die die größeren SUVs sowie die Kleinwagen Arona und Ibiza dazukommen.

Am 27.09.2017 folgte dann die Ankündigung, dass ein zweiter Autohersteller bald Alexa in seine Autos integrieren wird. So soll ab 2018 die hauseigene Fahrzeugflotte des deutschen Autobauers BMW sowie ausgewählte Minis mit Amazons digitaler Sprachassistentin ausgeliefert werden.3 Die Interaktion zwischen Fahrer und Alexa findet sowohl per Sprache als auch via Ausgabe auf den verbauten Displays im Inneren der BMWs und Minis erfolgen. Damit wird das Band zwischen BMW und Amazon enger. Denn schon jetzt können BMW-Fahrer via Alexa den Lade- oder Füllstand ihres Fahrzeugs kontrollieren oder das Auto per Remote Services steuern. Bisher allerdings nur über die eigene Echo-Geräte zu Hause.

Häufig gestellte Fragen und Antworten zu Alexa

Nachfolgend findet man häufig gestellte Fragen rund um Alexa mitsamt ihren Antworten.

Wer ist die Alexa Stimme?

Wie man unschwer hört, ist die Person hinter Alexas Stimme eine Profisprecherin. Die Identität von ihr ist aber geheim. Sie arbeitet aber inzwischen exklusiv für Amazon.

Kann man die Stimme von Alexa ändern?

Um es kurz zu machen: Nein, aktuell ist das nicht möglich. Der ein oder andere wünscht sich vielleicht eine männliche Stimme, der andere wiederum eine Kinderstimme. Aktuell ist es aber nicht möglich die Stimme von Alexa bzw. von Echo zu ändern. Man kann lediglich das Aktivierungswort ändern, sodass Alexa auch auf die Wörter Amazon, Echo oder Computer reagiert.

Funktioniert Alexa auch ohne Internet?

Auch hier kann man aktuell nur mit einem Nein antworten. Die Spracherkennung funktioniert über die Cloud, wo auch die ganzen Skills abgespeichert sind. Dementsprechend funktioniert Alexa ohne eine Internetverbindung nicht.

Quellen und Verweise